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Aktiv gegen die Winterdepression

Herbst und Winter können aufs Gemüt schlagen. Wann wirklich eine Depression vorliegt, was dann hilft und wie Sie vorbeugen können, zeigt unser Video
von Redaktion: Corinna Hilss, Kamera: Patrick Rappsilber, Schnitt: Eric Demiriz, aktualisiert am 16.11.2015
W&B

Wenn es draußen düster, kalt und ungemütlich ist, es spät hell und früh dunkel wird, fühlen sich manche Menschen niedergeschlagen, lustlos und melancholisch. Menschen, denen es in den Herbst- und Wintermonaten seelisch schlecht geht, können unter einer Saisonal-Abhängigen-Depression (SAD) leiden – häufig auch als Winterdepression bezeichnet. Wenn Kernsymptome wie ständige Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gereiztheit und grundlos negative Stimmung länger als zwei Wochen anhalten, sollten Betroffene zum Arzt gehen.

Richtige Therapie bei Winterdepression

In unserem Video berichtet ein Betroffener aus Oberfranken, dessen Winterdepression seit vier Jahren regelmäßig in der Schönklinik in Prien am Chiemsee behandelt wird. Sein Therapieplan setzt sich aus Gruppen-und Einzeltherapie, aus täglichen Sporteinheiten und Bewegung an der frischen Luft zusammen. Denn die tägliche Portion Tageslicht ist für SAD-Betroffene sehr wichtig, betont Chefarzt Professor Voderholzer: "Das Phänomen Winterdepression gab es mit großer Wahrscheinlichkeit schon immer. Aber durch die moderne Industriegesellschaft und vor allem das Leben in geschlossenen Räumen, wird das Problem für manche Menschen verstärkt. Die Lichteinwirkung im normalen Wohnraum ist sehr viel niedriger als draußen an einem hellen Tag."

Menschen mit Depressionen kann darum eine sogenannte Lichttherapie helfen. Dabei sitzt der Patient vor einer speziellen Lampe mit weißem Licht ohne UV-Anteil und sieht in die Lichtquelle. Die Stärke von 10.000 Lux entspricht ungefähr der Helligkeit an einem Sommertag im Schatten. Die normale Zimmer-Beleuchtung ist mit rund 400 Lux deutlich geringer. Vor dem Start einer Lichttherapie sollte man mit dem Arzt abklären, ob die Behandlung im individuellen Fall geeignet ist, welche Kosten entstehen können und ob eventuell Medikamente oder andere Erkrankungen dagegen sprechen.

Winterdepression – wie Sie vorbeugen können:

  • Täglicher Winter-Spaziergang an der frischen Luft – auch bei schlechtem Wetter
  • Bewegung und Sport in den Alltag integrieren
  • Bewusste "Verwöhnmomente" gemütlich zu Hause oder Zeit mit Freunden


Bildnachweis: W&B

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